Pressegespräch am 26.07.2012

Im Rahmen eines Pressegesprächs mit Vertreterinnen des Frauennotrufs München und Vertretern und Vertreterinnen des Polizeipräsidiums München haben wir heute die Kampagne der Polizei vorgestellt und die Ergebnisse der Auswertung übergeben.

Die Polizei zeigte sich unserem Resümee gegenüber aufgeschlossen und hat sich für diese Kampagne bedankt. Insbesondere unsere Forderung nach einer psychosozialen Begleitung der Betroffenen von der Anzeige bis zum Prozessende wurde von den anwesenden Vertretern und Vertreterinnen der Polizei begrüßt. Ihnen sei bekannt, dass die meisten Vergewaltigungen Beziehungstaten sind und der gefährlichste Ort für sexuelle Übergriffe nicht der gefürchtete Park oder die nächtliche U-Bahn ist, sondern die eigenen vier Wände. Dies untermauerten sie durch konkrete Zahlen aus ihrer eigenen Arbeit.

Sie würden sich wünschen, dass sich mehr Betroffene zu einer Anzeige durchringen könnten, gleichwohl sie wüssten, dass der Weg nicht leicht sei. Ihrer Erfahrung nach gebe es viele Fälle, in denen die Anzeige von den Betroffenen im Nachhinein als positiv gewertet würde. Im Zuge dessen wünschten sie sich eine ergebnisoffene Kampagne #ichhabangezeigt, und… Diesen Vorschlag fanden wir unterstützenswert und stellten die Frage nach einer Finanzierung.

Wir wünschen uns, dass die Polizei deutlicher als bisher öffentlich gegen Vergewaltigungsmythen Stellung bezieht. Und wir hoffen, dass die Kampagne und das Gespräch heute etwas bewirken konnten.

Unser Handout für die Presse zum heutigen Gespräch finden Sie hier.

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