#ichhabnichtangezeigt – Pressegespräch mit Übergabe der Auswertung an die Polizei

Vom 1. Mai bis zum 15. Juni 2012 lief die Social-Media-Kampagne #ichhabnichtangezeigt. In diesem Zeitraum nannten 1105 Frauen und auch Männer auf der Webseite http://www.ichhabnichtangezeigt.wordpress.com anonym ihre Gründe dafür, warum sie nach einer Vergewaltigung oder anderer sexuellen Gewalt keine Anzeige erstattet haben.

Diese 1105 Statements sind nun von den Initiatorinnen der Kampagne ausgewertet worden. Die von den Betroffenen genannten Gründe umfassen ein weites Spektrum. Es reicht von schwerer emotionaler Belastung und Angst als Folge der sexuellen Gewalt bis hin zu Verantwortung für den Schutz und den Fortbestand von Familie,Freundeskreis, Arbeitsplatz und anderer wichtiger sozialer Gefüge. Ein weiteres Hindernis ist das mangelnde Vertrauen in Polizei und Justiz.

Diese Auswertung wird am morgigen Donnerstag, den 26.07.2012,  der Münchner Polizei stellvertretend für die Polizei in Deutschland im Rahmen eines Pressegesprächs übergeben. Die Vertreterinnen und Vertreter des Münchner Polizeipräsidiums werden dazu Stellung nehmen.

Am Pressegespräch nehmen teil

die Vertreterinnen des Frauennotrufs München
Orith Gahtan-Ertl
Ingrid Reich
Antje Brandes

die Vertreterinnen und Vertreter des Polizeipräsidiums München
Arno Helfrich (Leiter K 105, Opferschutz/Prävention)
Esther Papp (Beauftragte für Frauen und Kinder-Opferschutz)
Ignaz Raab (stellv. Leiter K 15, Sexualdelikte)

und die Initiatorinnen der Kampagne #ichhabnichtangezeigt
Daniela Oerter
Sabina Lorenz
Inge Kleine

Advertisements