Aktuell zur Aktion #ichhabnichtangezeigt

Uns erreichen viele Rückmeldungen, wie furchtbar sich die vielen #nichhabnichtangezeigt-Erfahrungen auf unserer Webseite lesen.

Ja, es ist furchtbar, dass das passiert, ja – es ist furchtbar, dass es das überall gibt. In jedem Land, in jeder Stadt, in jedem Dorf.

Aber es ist nicht furchtbar, dass diese Frauen und Männer sich nun geäußert haben. Im Gegenteil, denn die Betroffenen gibt es ja bereits, nur waren sie zuvor unsichtbar, man konnte sie leugnen, negieren, sie als Einzelfälle abtun. Und vielleicht haben sie sich auch so gesehen – als Einzelfälle, allein.

Aber sie sind es nicht.

Wir haben ein gesellschaftliches Problem, und das hört nicht an irgendwelchen Grenzen auf. Ich bin davon überzeugt, dass es sich in keinem Land der Welt anders verhält, auch wenn ich darauf hoffe, dass mir irgendwer das Gegenteil beweist.

Wenn Frau Schröder meint, dass wir emanzipiert sind, dann wünsche ich mir, dass sie mal auf unsere Webseite schaut.

Da sieht sie ihre Emanzipation – Frauen, die glaub(t)en, dass sie kein Recht auf ihren Körper haben.

DAS erschüttert mich. Es macht mich unglaublich traurig. Und wütend. Und ich will, dass sich das ändert. Ich will – und nur um das klarzustellen, das ist mein ganz persönlicher Wunsch – dass jedes Mädchen und jeder Junge schon im Kindergarten lernt, dass niemand irgendwas mit ihren Körpern anstellen darf, was sie nicht mögen, weil es ganz alleine ihr Körper ist.

Und ich wünsche mir, dass es in der Schule – in jedem Jahrgang – immer wieder altersgemäß wiederholt wird, denn ich will in 20 Jahren nicht nochmal lesen, dass irgendeine Frau denkt, das muss so sein.

– Daniela Oerter –

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